Reisebericht Teil 03 – Rondane / Norwegen

Kraxeln im Geröll und die weiteste Weite.  Außerdem machte uns der Piep-Vogel die Nacht zur Hölle.

Tag 06 – Dørålsæter / Grimsdalshytta:

An diesem Tag trafen wir als erstes diese netten Schäfchen. Gerne hätten wir ihnen mal an ihren wolligen Pelz gepackt.

Tag 06_01

Kurz nachdem wir die Hütten von Dørålsæter hinter uns gelassen hatten, ging der Weg stramm bergan um dann in einer Furche über einenGipfel zu enden. Ab da gab es nur noch Geröll. Immer wenn man meinte man hätte es geschafft, kam die nächste Mulde. Das hat aber ziemlich viel Spaß gemacht und zwischen all den Steinen kam man sich winzig vor, es war sehr still und wenn man sprach war die Akkustik ganz merkwürdig.

Tag 06_02

Hin und wieder ging es auch über Altschneefelder.

Tag 06_03

Im Tal angekommen gabs erst mal eine Pause zur Vorbereitung auf den nächsten Anstieg, den es zu bewältigen galt. Das Wetter war prima und so saßen wir eine ganze Weile auf den warmen Steinen am Fluß. Kurz hatten wir damit geliebäugelt hier zu bleiben, weil es hier ganz schöne Zeltstellen gibt. Aber da noch rechtfrüh war und wir noch nicht müde genug waren, entschlossen wir uns noch den nächsten Berg zu erklimmen.

Tag 06_04

Dann ging es tatsächlich noch mal eine ganze Weile recht steil bergan. Aber die Mühe hatte sich echt gelohnt. Oben war eine riesige Hochebene. Unglaublich! So eine Weite!Hier wollten wir bleiben. Einen guten Zeltplatz mit “fließend Wasser” zu finden war allerdings schwieriger als gedacht.

Tag 06_05

Und dann war er da: der perfekte und schönste Zeltplatz der gesamten Tour, meiner Meinung nach. Mit kleiner Quelle anbei!

Tag 06_06

Wir, ganz alleine auf weiter Flur.

Tag 06_07

Und dann gab es auch noch das beste Essen der Reise. Couscous, mit Erbsen und Mais (extra ne kleine Dose mitgeschleppt) und Tomatenmark. Hört sich langweillig an, schmeckte aber unglaublich gut.

Tag 06_08

Zwischdurch gab es noch einen kurzen Regenschauer, der aber mit einem schönen Regenbogen entschädigt wurde.

Tag 06_09

Der beste Zeltplatz war aber nicht gleichbedeutend mit der besten Nacht. Wir konnten beide nicht gut schlafen, lagen zwischendurch lange wach und lauschten dem Piep-Vogel, der uns beglückte. Und zwar die GANZE Nacht. Ein kleiner Vogel, der sicherlich ein wenig verliebt war in unser Zelt, gab unablässig sein monotones PIEP zum Besten und umkreiste uns dabei.
Dafür hatten wir die Gelegenheit einmal die nordische Nacht, die ja recht kurz ist zu fotografieren.

Tag 06_10

Tag 07 – Grimsdalshytta /Storrvatnet:

Am nächsten Morgen wurden wir wieder von freundlichstem Wetter begrüßt und machten uns auf weiter Richtung Grimsdalshytta.

Tag 07_01

Tag 07_02

Schnell kamen wir am Campingplatz nahe der Grimsdalshytta vorbei, entsorgten Müll, machten Pause und nahmen weiter Kurs in Richtung Harvadalseter. Beobachtet wurden wir dabei von diesen netten Kühen.

Tag 07_03

Dann ging es stetig aufwärts und es wurde zunehmend windiger. aber es gab fantastische Ausblicke.

Tag 07_04

Irgendwo dort oben machten wir an eine windgeschützen Stelle Pause, unweit eines Briefkastens(!). Natürlich waren wir neugierig was es  damit wohl auf sich hat. Gut in einer Tüte eingepackt, fanden wir ein Tourenbuch, in dem Wanderer sich eintragen und eine Nachricht, einen Gruß oder was auch immer, hinterlassen können. Wenn ihr auch mal da vorbei kommt, schaut mal nach uns! Müsste so um den 10.08. 2013 gewasen sein :)

Tag 07_05

Dann ging es ganz schnell und wir waren an unserem Tagesziel. Der See Storrvatnet. Hier war es irgendwie komisch. Vielleicht lag es auch am Wetter, dass alles so unfreundlich wirkte. Plötzlich hatte es sich extrem zugezogen. Dicke dunkle Wolken überall und ein unglaublicher Wind.

Tag 07_06

Es war eine sehr bedrohlich Atmosphäre. Aber auch faszinierend. Wenn man sonst zu Hause in seine Wohnung sitzt, beschwert man sich ja oft über das Wetter, so richtig Einfluss auf das Leben hat es aber doch nicht. Ganz anders,  wenn man im Zelt wohnt und den ganzen Tag draussen unterwegs und auch vom Wetter abhängig ist. Da merkt man erst was das Wetter  für eine Kraft ist.

Tag 07_07

Und so wurde unser kleines grünes Zeltlein dann auch die ganze Nacht abwechselnd von Sturm und Regen gepeitscht. Es hielt tapfer Stand und uns trocken und warm.

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