Reisebericht Teil 02 – Rondane / Norwegen

Es wurde aufregend und nass. Wir wanderten bei Dauerregen und Sturmböen.

Tag 04 – Illmanndalen / Langluppdalen:

Am nächsten Morgen verließen wir diesen schönen Ort weiter in Richtung Bjørnhollia. Der Himmel war bedeckt. Über Nacht waren dicke Wolken über die Bergspitzen gekrochen und dort hängen geblieben. Kurze Zeit später kamen wir an unserem ersten Altschneefeld in Greifweite vorbei. Schon cool irgendwie. Schnee im August!

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Heute ging es sehr viel über Geröll …

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… und wir trafen recht viele Wanderer. Unter anderem machten wir auch die Bekanntschaft einer Familie, die auch aus der Nähe von Frankfurt kommt. Wir kamen ins Gespräch und liefen das letzte Stück bis Bjørnhollia zusammen. Dort trennten sich unsere Wege wieder. Für die Familie war der Urlaub vorbei und es ging wieder Richtung Heimat. Wir wollen weiter ins Langluppdalen. Aber nicht ohne uns noch eine Tafel Schokolade zu gönnen! :) Während der Mittagspause vertiefte ich mich in die Karte. Der Herr machte es sich in den Flechten bequem.

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Kurz darauf waren wir auch schon im Langluppdalen. Immer leicht bergab kamen wir dem Fluss, der durch das Tal rauscht, immer näher. Hören konnten wir ihn schon die ganze Zeit, sehen erst kurz vor der Sommerbrücke über die es wackelig auf die andere Uferseite ging.

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Und hier schlugen wir dann auch unser Nachtlager auf. Ein toller Zeltplatz etwas oberhalb des wunderschönen Flusses. Das Wetter meinte es auch gut mit uns und es gab noch ordentlich Abendsonne. Die nutzten wir für Körperpflege – sogar mit Haare waschen- und entspannen auf den sonnenwarmen Steinen!

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Tag 05 - Langluppdalen / Dørålsæter:

Oh je. Morgens wurden wir vom Tröpfeln des Regens auf unserem Zelt wach. So blieben wir ein Weilchen länger liegen, da wir keine große Lust hatten alles im Regen zusammen zu packen. Eine Regenpause nutzten wir dann um geschwind unseren Kram zusammenzusuchen und etwas verspätet zu starten.

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Zu der nun folgenden Etappe kann ich nur eins sagen: HORROR!

Erst war das Wetter mies. Je weiter wir ins Tal kamen desto stürmischer wurde es. Die Windböen kamen von hinten und hatten eine solche Kraft, dass sie einen richtig aus der Bahn warfen. Oft musste man auch einfach stehenbleiben um sich dagegen zu stemmen. Es war auch ein bisschen wie in der Achterbahn. Die Luft sauste so schnell an einem vorbei, das man noch nicht mal richtig einatmen konnte.

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Die Wolken bildeten bedrohliche Formationen und es wurde immer düsterer. Bis dann der Sturm vom Regen abgelöst wurde. Jawohl! Ein sehr ergiebiger Regen übrigens. Also kamen die Ponchos wieder zum Einsatz.
Da wir aber so 3-4 Stunden im strömenden Regen gelaufen sind und diese Ponchos immer etwas hochrutschen, wurden erst die Knie nass und dann hat sich langsam die Hose bis zur Hüfte vollgesaugt. Auch schön! In den Schuhen quatschte mittlerweile ebenfalls das Wasser. Es war ein Fest!

Leider haben wir davon keine Fotos gemacht, da wir der Kamera nicht das gleiche Schicksal wie uns zumuten wollten. Irgentwann dann hatte der Regen endlich ein Nachsehen mit uns. Dafür war dann unser Freund der Wind wieder zur Stelle. Immerhin wurden wir so schnell wieder trockengepustet. Mit einer dicken bedrohlichen Wolkenwand im Nacken ging es immer weiter durch faszinierende Felsenlandschaften immer in Richtung Dørålsæter.

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Und je näher wir dem Ende dieser Etappe kamen desto besser wurde auch das Wetter, bis dann beim Zeltaufbau an einem weiteren Fluss auch wieder blauer Himmel und Sonne zu sehen war.

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Heute war ein extrem anstrengender Tag, sowohl physisch als auch psychisch. Aber doch schön und aufregend. Und dann gabs natürlich auch noch was gutes aus der Outdoorküche.

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Und bei schönstem Abendrot ging ein weiterer Urlaubstag dem Ende entgegen.

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